BMW R12 Motorradgespann

Ab 1935 wurde bei BMW (München) die R12 gefertigt, ein schweres Motorrad, das rasch fester Bestandteil des Fuhrparks der Wehrmacht wurde. Als sogenanntes Wehrmachtsgespann – ausgestattet mit einem besonders robusten und geländegängigen Beiwagen – kam die R12 in großem Umfang für Aufklärung, Meldedienste und den Transport leichter Waffen zum Einsatz. Der luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor leistete rund 18 PS, genug, um auch auf unbefestigten Straßen und in schwerem Gelände zuverlässig zu arbeiten. Charakteristisch war die hydraulisch betätigte Vorderradbremse, eine Innovation, mit der BMW seinerzeit eine Vorreiterrolle einnahm. Am Beiwagen konnte ein MG 34 montiert werden, was das Gespann auch für Gefechtspatrouillen geeignet machte. Bis 1941 wurden über 36.000 Exemplare gebaut, womit die R12 zu den meistproduzierten Militärmotorrädern des Zweiten Weltkriegs zählt.














