Gründung des Museums

DAS ERSTE MUSEUM WESTEUROPAS ZUM ZWEITEN WELTKRIEG

Das Museum wurde von dem Overlooner Harrie van Daal gegründet. Er war in den 1930er Jahren Beamter in Diensten der Gemeinde Vierlingsbeek gewesen und hatte auch die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs im belgischen Ypern besucht. Der Erste Weltkrieg war damals gerade mal zwanzig Jahre vorbei und die Zerstörungen hatten ihn tief beeindruckt. 

Auch im Zweiten Weltkrieg blieb van Daal Beamter. Er konnte einige Männer vor dem Arbeitseinsatz bewahren, indem er sie – zumindest auf Papier – zu Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr machte. 

Und dann kam die Schlacht bei Overloon. Die Zivilbevölkerung musste auf der Stelle evakuiert werden, auch van Daal. Als er nach den Kämpfen zurückkehrte, sah der Garten hinter seinem Haus wie ein zweites Ypern aus. Das Dorf war vollkommen zerstört. Allmählich bauten die Menschen ihr Leben wieder auf. 

Im Mai 1945 ging van Daal durch den zerschossenen Wald bei Overloon, in dem sich noch zahlreiche Überreste der Kämpfe fanden. Van Daal und ein Waldarbeiter schauten sich die Situation an und waren der Meinung, dass hier eigentlich eine Gedenkstätte entstehen müsste, beispielsweise in Form eines Museums – zu Ehren derjenigen, die für die Freiheit gefallen waren. 

Sie unterbreiteten ihre Idee dem Bürgermeister und natürlich, wie sich das damals noch gehörte, dem Pfarrer. Und ein Jahr später, am 25. Mai 1946, öffnete das Museum seine Türen für die Besucher – sogar noch bevor das Dorf wiederaufgebaut war. Es war in Westeuropa das erste Museum zum Zweiten Weltkrieg. 

Van Daal, der die Öffentlichkeit scheute, blieb als Sekretär der Museumsleitung immer der Mann im Hintergrund. Für sein Engagement erhielt er unter anderem das Deutsche Bundesverdienstkreuz.

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